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Alkoholbedingte Leberschäden

Was ist das? - Definition

Ständiger Alkoholkonsum verursacht Schäden an den inneren Organen. Besonders betroffen davon ist die Leber als Entgiftungsorgan des Menschen. Durch ständigen Alkoholkonsum kommt es zu Veränderungen an der Leber, die beginnend von entzündlichen Reaktionen und Verfettung des Gewebes schließlich in eine Leberzirrhose münden.

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen

Alkohol ist ein Zellgift. Deshalb versucht die Leber, den Stoff so schnell wie möglich abzubauen. Dadurch bleiben aber andere wichtige Aufgaben unerledigt, etwa der Abbau von Fett. Das Fett reichert sich bei ständigem Alkoholkonsum in der Leber an; es kommt zur Fettleber.
Daneben aktiviert der Körper ein weiteres Abbausystem für Alkohol, das sehr viel Sauerstoff verbraucht, der über das Blut zu den Leberzellen gebracht werden muss. Manche Zellen erhalten durch den gesteigerten Bedarf nicht mehr genügend Sauerstoff und sterben ab.
Beim Abbau des Alkohols entsteht als Zwischenprodukt Acetaldehyd, das selbst giftig für die Leber ist. Auch dieser Stoff schädigt das Lebergewebe.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome

Als Richtwert für riskanten Alkoholkonsum gilt eine Obergrenze von 30 Gramm reinem Alkohol pro Tag beim Mann, 20 Gramm bei Frauen. Zur Einordnung: Ein Liter Bier entspricht einer Alkoholmenge von 40 Gramm. Wer öfters diese Menge trinkt, hat ein erhöhtes Risiko für alkoholbedingte Gesundheitsschäden, in erster Linie Leberschäden.
Lange Zeit kann eine Vergrößerung der Leber beschwerdefrei bleiben. Erst bei einer Entzündung der Leber durch die Fettanreicherung (Fettleberhepatitis) kommt es zu Symptomen:
Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gewichtsverlust
Schmerzen im rechten Oberbauch
möglicherweise Gelbsucht oder Fieber

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen

Die Fettleber-Erkrankung kann sich wieder zurückbilden. Wird der Alkoholkonsum beendet, heilt auch die Fettleber in der Regel in wenigen Monaten komplett und folgenlos aus. Wird die Leber weiter durch Alkoholgenuss belastet, kann die Fettleber sich nicht wieder zurückbilden. Dadurch kommt es zur Entzündung und bindegewebigem Umbau der Leber und schließlich zu einer Leberzirrhose. Diese führt zu vielen weiteren gefährlichen Krankheiten, die Kreislauf, Gehirn und Allgemeinzustand stark beeinträchtigen können. Außerdem ist das Risiko für die Entstehung von Leberkrebs erhöht.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen

Neben Alkohol können auch Medikamente, Chemikalien, Nahrungsmittel, Fettsucht oder Infektionen mit Hepatitisviren zu einer Entzündung der Leber führen. Lebertumoren oder Metastasen (Tochtergeschwülste) anderer bösartiger Krebswerkrankungen können ebenfalls ähnliche Symptome verursachen.
Alkohol schädigt auch die Schleimhäute des Verdauungstraktes und die Bauchspeicheldrüse. Deshalb kann es zu gut- oder bösartigen Geschwüren an Mund, Speiseröhre, Magen oder Darm kommen. Häufig ist die gefährliche Entzündung der Bauchspeicheldrüse (akute und chronische Pankreatitis). Nicht ganz so gefährlich, aber auch sehr häufig, kommt es bei ständigem Alkoholgenuss zu einer Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis).

Verhaltenstipps

Wer regelmäßig trinkt, hat ein höheres Risiko für Leberschäden als Gelegenheitstrinker. Auch die Art des Alkohols hat großen Einfluss auf seine Giftigkeit: Hochprozentige Spirituosen sind besonders gefährlich. Frauen sind besonders anfällig für alkoholbedingte Leberschäden.
Ob Sie gefährdet sind, alkoholbedingte Gesundheitsschäden zu erleiden, können Sie mittels der drei folgenden Fragen herausfinden.
Wie oft trinken Sie Alkohol?
Wie viele Gläser trinken Sie, wenn Sie Alkohol trinken?
Wie oft trinken Sie sechs oder mehr Gläser alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit?
Wenn Sie zum Beispiel zwei- bis viermal im Monat drei bis vier Gläser Alkohol trinken und seltener als einmal im Monat mehr als sechs Gläser (entsprechend ca. zwei Liter Bier), dann haben Sie als Mann bereits ein erhöhtes Risiko für alkoholbezogene Störungen.
Bei riskantem Alkoholgenuss helfen Ihnen Ihr Hausarzt, Gesundheitsämter, Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen weiter.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - W.F. Haupt et al., Neurologie und Psychiatrie für Pflegeberufe, Thieme, (2009), 10. Auflage


Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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